Etwa 120 interessierte Besucher waren der Einladung des Kreisverbandes Westthüringen der Alternative für Deutschland (AfD) gefolgt, um den Vortrag von Martin Hohmann, Fraktionsvorsitzender der AfD im Kreistag Fulda und Bundestagskandidat der AfD Hessen zu hören.

Martin Hohmann schilderte Ereignisse aus der Entwicklung der Christlich-Demokratischen Union (CDU) als junge Partei und beim Aufbau der Bundesrepublik Deutschland in den fünfziger Jahren. Er sprach vom Bündnis westlicher Staaten, dem Beitritt zur NATO und der von Konrad Adenauer und Charles De Gaulle begründeten deutsch-französischen Freundschaft.

 

Damals kam es zur Schaffung der Montanunion und darüber hinaus zum Zusammenschluss in der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG). Adenauer und De Gaulle strebten ein gemeinsames Europa an als ein „Europa der Vaterländer“.

Auch wesentliche Sozialgesetze in Deutschland wie zum Beispiel die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall oder die Einführung der dynamischen Rente gingen von der CDU aus. Im Mittelpunkt dieser Politik stand das Bestreben nach Wohlstand für alle.

„In dieser Phase des gesellschaftlichen Aufbaus waren viele Entscheidungen der CDU aus der Sicht der Mehrheit der Bevölkerung gute Entscheidungen“ resümierte Martin Hohmann. Zur Bundestagswahl 1976 erreichte das Bündnis von CDU und CSU ein Ergebnis von 48,6 % der Stimmen und war zu dieser Zeit eine echte Staatsp
artei.

Unter dem Vorsitz von Angela Merkel als Parteivorsitzende der CDU seit dem Jahr 2000 und der von ihr geführten Bundesregierung seit 2005 sei die Politik der CDU eine ganz andere geworden.

Martin Hohmann kritisierte die Verschiebung im wirtschaftlich-sozialen Gefüge in der Bundesrepublik Deutschland. Familienväter könnten durch ihre Arbeit ihre Familie nicht mehr ernähren, stattdessen werde die Beschäftigung von Menschen aus fremden Kulturen gefördert, was am Ende immer der Lohndrückerei diene. Er plädierte für eine Familie, in der die Mütter die Möglichkeit haben müssen, sich ihren Kindern im frühkindlichen Alter durch Fürsorge und familiäre Bindung zu widmen und nicht aus wirtschaftlichen Gründen zur Lohnarbeit gezwungen seien. Stattdessen seien Kinder zu einem Armutsrisiko geworden. Durch Frühsexualisierung in den Bildungsplänen und der Förderung der Beliebigkeit werde ein Werteverfall vorangetrieben.

Die von Bundeskanzlerin Angela Merkel verursachte massenhafte unkontrollierte und größtenteils illegale Zuwanderung sei ein eklatanter Rechtsbruch. Die CDU sei in wesentlichen Punkten nicht mehr christlich und nicht mehr demokratisch. „Ich habe mich nicht verändert, die Politik der CDU ist eine ganz andere geworden“ war die Schlussfolgerung von Martin Hohmann.

In der anschließenden Gesprächsrunde beantwortete Herr Hohmann bereitwillig und kompetent alle Fragen, die ihm gestellt

wurden. Darin ging es um die Politik der AfD und seine persönliche Haltung zur Zuwanderungspolitik, zur Sozialpolitik und Rente, zu Erwartungen an den neuen US-Präsidenten Donald Trump und anderes mehr. Mit persönlichen Erlebnissen aus dem Politikbetrieb ergänzte er seine Antworten.

Einer der Besucher brachte seine Freude zum Ausdruck, dass er im Briefkasten die Einladung zum Bürgerforum mit Martin Hohmann gefunden hatte. Der Herr brachte eine Einladung mit von einem Bürgerforum in Geisa aus dem Jahre 1989, in dem zu Widerstand gegen das damalige totalitäre SED-System aufgerufen wurde, für Rechtsstaatlichkeit, Freiheit, soziale Marktwirtschaft und eine saubere Umwelt sowie gegen Angst, Lüge und Gewalt. Er übergab dieses Schreiben an Martin Hohmann. Etwa 26 Jahre später gibt es wieder Anlass für ein Bürgerforum in Geisa mit nahezu gleichen Inhalten.

Das Fazit dieses Abends: Es war ein interessanter inhaltsreicher Vortrag von Martin Hohmann. Die Möglichkeit, Fragen an den Redner zu stellen, wurde reichlich genutzt. Die Besucher bekundeten ihre Zustimmung mit viel Applaus für den Gast.