Passend zur Jahreszeit hatte der AfD-Landtagsabgeordnete Stefan Möller zur „Politischen Feuerzangenbowle“ in das Hotel „Zum Lindentor“ nach Bad Salzungen eingeladen, um mit seinen Gästen über „Das ‚rechtspopulistische‘ Konzept der Nächstenliebe – Klarstellungen aus der Perspektive eines politischen Realismus“ zu sprechen.

Ausgehend von der Begriffsklärung „Nächstenliebe“ und dem biblischen Gebot der Nächstenliebe erläuterte Stefan Möller, wie und warum diese Eigenschaft immer vom handelnden Menschen ausgehen müsse. Nächstenliebe begründe sich immer auf die eigene Hilfs- und Opferbereitschaft des Helfenden. Sobald dieses zwischenmenschliche Gebot missbraucht werde, würden Heuchelei und Hypermoral entstehen. Dieser Missbrauch geschehe zur persönlichen Profilierung und Selbstdarstellung, um politische Forderungen an eine Gemeinschaft abzuleiten und wenn dabei entstehende Opfer bzw. die damit verbundenen Kosten anderen aufgehalst werden. Nächstenliebe müsse aus eigener persönlicher Überzeugung hervorgehen und kann nicht beauftragt werden. Mit der Nächstenliebe eng verbunden sei die Solidarität, die auf Nähe, Gemeinsamkeit, Vertrautheit und Verbundenheit innerhalb von Gruppen basiere und kollektive Identitäten voraussetze.

Wie die Gespräche in der Runde zeigten, regten das Thema und der Vortrag von Stefan Möller sehr zum Nachdenken und zum Meinungsaustausch an. Der Abend fand in gemütlicher, vorweihnachtlicher Atmosphäre bei einer leckeren Tasse Feuerzangenbowle statt.

 

Birgit Noll

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