Am Sonnabend, dem 1. April 2017 kamen die Mitglieder des AfD-Landesverbandes Thüringen in Berlstedt zusammen, um ihren Landesparteitag abzuhalten. Nach Aprilscherzen war keinem der Teilnehmer zumute, vielmehr ging es um wichtige Themen wie die Diskussion zu eingereichten Satzungsanträgen, um die Wahl noch fehlender Landesschiedsrichter und nicht zuletzt um die turnusmäßige Wahl der Delegierten für Bundesparteitage. Begleitet wurde der Parteitag von zahlreichen Glückwünschen der Mitglieder und Gäste an ihren Landessprecher und Vorsitzenden der AfD-Landtagsfraktion Björn Höcke zu seinem Geburtstag. Dazu gehörten auch die Glückwünsche von Leyla Bilge, aktives AfD-Mitglied und Frauenrechtlerin aus dem Landesverband Nordrhein-Westfalen. Der Kreisverband Westthüringen überreichte ihm eine Einladung zu einem ganz besonderen Besuch im Burschenschaftsdenkmal.

In seiner Rede hob Björn Höcke das Ziel der Thüringer AfD als Heimpartei hervor, die Heimat und das Lebensgefühl für die Bürger des Landes bewahren zu wollen und vor allem Familien und die Entwicklung des ländlichen Raumes zu unterstützen. Dazu gehöre auch, so Höcke, keinesfalls den zunehmenden Terror zu akzeptieren und dadurch die Lebensräume der Menschen einschränken zu lassen. Es reiche nicht, die Bevölkerung mit den inzwischen üblichen Beschwichtigungen beruhigen zu wollen, sondern man müsse konsequent die Ursachen des Terrors bekämpfen. Das mache zur Zeit nur die AfD als einzige wirkliche Oppositionspartei in Deutschland.

Auf seine Frage, wer von den Mitgliedern im Saal der Meinung sei, dass tiefe Gräben den AfD-Landesverband Thüringen spalten würden, die kürzlich vom Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) verbreitet wurde, reagierte ein einsamer „Klatscher“. Alle anderen bekundeten mit ihrem Beifall das Gegenteil.

Björn Höcke bekannte sich dazu, Leser der „Thüringer Allgemeinen“ (TA) zu sein. Er griff Themen auf, die die Zeitung in ihren aktuellen Ausgaben kritisierte wie zum Beispiel die katastrophalen Zustände an Thüringer Schulen, und bescheinigte der TA, inzwischen auch Standpunkte der AfD zu übernehmen. Ob diese Bemerkung Freude beim anwesenden Chefredakteur ausgelöst hat, wurde nicht ermittelt.

Die Wahl der Delegierten für die Bundesparteitage wurde mit dem vorgeschriebenen Akzeptanzwahlverfahren durchgeführt, das mehr Zeit als geplant in Anspruch nahm, weshalb sich der Verlauf des Parteitages verzögerte. Den Spitzenplatz der gewählten 21 Delegierten und 14 Ersatzdelegierten nimmt Björn Höcke ein, gefolgt vom Thüringer Spitzenkandidaten zur Bundestagswahl Stephan Brandner, die die besten Wahlergebnisse erzielten. Der Kreisverband Westthüringen wird mit den 3 gewählten Delegierten Birgit Noll, Tim Schnitger und Klaus Stöber vertreten sein. Allen Gewählten einen herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg bei ihrer bedeutsamen Arbeit für die AfD und für unser Land.

Als zusätzliche Landesschiedsrichter wählte der Parteitag Stefan Buchtzig, Thomas Drachsler und Sascha Schlösser. Auch dafür herzliche Glück- und Erfolgswünsche.

Der Landesparteitag endete mit einem Schlusswort vom Landessprecher Stefan Möller und – wie es bei der AfD gute Tradition geworden ist – mit dem Singen der Nationalhymne.